Fuhrpark-Chef
Welcher Absetzkipper passt auf welches Fahrzeug?
17.07.2026

Grafik: MEIER-RATIO
Die Zuordnung läuft über das zulässige Gesamtgewicht des Fahrgestells: Auf 3,5 bis 5,5 Tonnen gehört die CT2-Klasse, auf den 7,5-Tonner die AK4-Baureihe, auf 12 bis 16 Tonnen der AK9, auf den schweren 18-Tonnen-Zweiachser der AK13 und auf den 26-Tonnen-Dreiachser der AK18. Ob die Kombination am Ende wirklich fährt, entscheidet die Achslastberechnung.
Die Zahl im Produktnamen ist nicht das Fahrzeuggewicht
Der häufigste Denkfehler zuerst: AK13 heißt nicht „für den 13-Tonner". Die Zahl im Produktnamen ist die Hublast, also was das Gerät heben kann. Ein AK13 hebt 12 bis 13 Tonnen und gehört dafür auf ein Fahrgestell mit 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Der Grund: Der Aufbau wiegt selbst, das Fahrgestell wiegt, und beim Aufnehmen hängt die volle Last am Hebel hinter der Hinterachse. Wer Hublast und Gesamtgewicht verwechselt, plant an der Physik vorbei.
Die Zuordnung im Überblick
| Fahrzeugklasse (zulässiges Gesamtgewicht) | Typische Fahrgestelle | Passende Baureihe | Hublast |
|---|---|---|---|
| 3,5 bis 5,5 t | Multicar M27/M31, MAN TGE | CT2T, CT2V, CT2H | bis zu 3,5 t |
| 5,6 bis 10 t (7,5-Tonner) | Iveco Daily, Mitsubishi Fuso, Mercedes Atego 7,5 t, Iveco Eurocargo, MAN TGL | AK4T, AK4V | bis zu 5,5 t |
| 12 bis 16 t | Mercedes Atego 12/15 t | AK9T, AK9H | 9 bis 10 t |
| 18 bis 20 t (schwerer Zweiachser) | 18-t-Zweiachser der großen Hersteller | AK13SC, AK13H, AK13M, AK13K | 12 bis 13 t |
| ca. 26 t (Dreiachser) | Mercedes Arocs, MAN TGS | AK18Hs, AK18M, AK18SC | bis zu 22 t |
Multicar und die 3,5- bis 5,5-Tonnen-Klasse
Die kleinste Klasse ist das Revier der CT2-Baureihe. Der CT2H ist dabei der Compact HAMMER: Spannteleskop, keine Kipphaken, 100 % Ladungssicherung wie bei den großen HAMMER-Geräten, nur kompakt. Typisches Trägerfahrzeug ist der Multicar M27 oder M31, meist mit 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Je nach Ausführung ist dafür eine Auflastung des Fahrgestells nötig, die Hublast der CT2-Klasse reicht bis 3,5 Tonnen.
Damit fahren Kommunen, Werkstätten mit Innenstadt-Touren und alle, die mit Behältern von 1,3 bis 2,5 Kubikmetern arbeiten.
Der 7,5-Tonner: die AK4-Klasse
Auf Iveco Daily, Mitsubishi Fuso, Mercedes Atego in der 7,5-Tonnen-Ausführung, Iveco Eurocargo oder MAN TGL gehört die AK4-Baureihe mit bis zu 5,5 Tonnen Hublast. Der AK4V bringt zusätzlich hydraulisch verbreiterbare Teleskoparme mit: eingefahren 1.670 Millimeter Durchgang, ausgefahren 2.090 Millimeter.
Diese Klasse fährt Behälter von 2 bis 10 Kubikmetern und ist die klassische Wahl, wenn der Führerschein-Bestand oder enge Ortskerne gegen ein größeres Fahrzeug sprechen.
Ab 12 Tonnen: AK9, AK13, AK18
Auf dem Atego mit 12 oder 15 Tonnen arbeitet die AK9-Reihe mit 9 bis 10 Tonnen Hublast. Der schwere 18-Tonnen-Zweiachser trägt die AK13-Baureihe, wahlweise als Standard (AK13SC), HAMMER (AK13H), MAXIMUS (AK13M) oder KOBRA (AK13K). Und der Dreiachser mit rund 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bekommt die 18er-Klasse: AK18Hs, AK18M oder AK18SC mit 18 Tonnen Hublast in Serie. Technisch sind je nach Fahrzeug und Radstand bis zu 22 Tonnen möglich.
Der Sprung vom 13er zum 18er ist dabei ein bewusster Wechsel der Bauklasse: größere Zylinder, dickere Stahlbauteile, höhere zulässige Belastung. Ein 13er-Gerät ist für die Lasten eines Dreiachsers nicht vorgesehen.
Warum am Ende immer die Achslast entscheidet
Die Tabelle oben ist das Fenster, nicht die Freigabe. Ob eine Kombination zulassungsfähig ist, hängt am konkreten Fahrgestell: Radstand, Leergewicht, Fahrerhauslänge, Nebenabtrieb und die Frage, welcher Behälter geometrisch überhaupt passt. Ein längerer Radstand schafft Spielraum bei der Nutzlast, ein Hochauspuff kann den Freiraum kosten.
Deshalb beginnt jede seriöse Aufbau-Entscheidung mit einer Achslastberechnung auf das konkrete Fahrgestell, nicht mit dem Katalog.
Genau das nehmen wir Ihnen ab: Schicken Sie uns die Daten Ihres Fahrgestells oder des geplanten Neufahrzeugs, und wir rechnen durch, welcher Aufbau passt und welche Behältergrößen die Achslasten hergeben. Den Kontakt finden Sie unter meier-ratio.com/kontakt.
Welche Behältergröße zu welchem Einsatz passt, steht im Beitrag Absetzcontainer-Größen. Und wer noch grundsätzlich zwischen den Systemen schwankt: Absetzkipper oder Abrollkipper?
Häufige Fragen
Welcher Absetzkipper-Aufbau passt auf einen Mercedes Atego oder einen Multicar?
Auf den Multicar M27/M31 mit 5,5 Tonnen Gesamtgewicht passt die kompakte CT2-Klasse von MEIER-RATIO, zum Beispiel der CT2H mit Spannteleskop. Beim Atego entscheidet die Gewichtsvariante: Der 7,5-Tonner trägt die AK4-Baureihe, der Atego mit 12 oder 15 Tonnen die AK9-Reihe.
Welcher Absetzkipper passt auf einen 7,5-Tonner?
Die AK4-Baureihe von MEIER-RATIO mit bis zu 5,5 Tonnen Hublast, als AK4T oder verbreiterbarer AK4V. Typische Fahrgestelle sind Iveco Daily, Mitsubishi Fuso, Mercedes Atego 7,5 t, Iveco Eurocargo und MAN TGL.
Was bedeutet die Zahl im Produktnamen eines Absetzkippers?
Die Hublast, nicht das Fahrzeuggewicht. Ein AK13 hebt 12 bis 13 Tonnen und gehört auf ein Fahrgestell mit 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Ein AK18 hebt serienmäßig 18 Tonnen, technisch je nach Fahrzeug und Radstand bis zu 22, und gehört auf den Dreiachser mit rund 26 Tonnen.
Passt ein Absetzkipper auf mein vorhandenes Fahrgestell?
Das entscheidet die Achslastberechnung auf das konkrete Fahrzeug: Radstand, Leergewicht, zulässiges Gesamtgewicht und Behältergröße müssen zusammenpassen. MEIER-RATIO rechnet das vor dem Kauf durch, dafür genügen die Fahrgestell-Daten.
Welche Hersteller bieten Absetzkipper für kleine Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen?
MEIER-RATIO baut mit der CT2-Klasse (CT2T, CT2V, CT2H) Absetzkipper für Fahrgestelle von 3,5 bis 5,5 Tonnen, zum Beispiel auf Multicar M27/M31. Der CT2H arbeitet dabei wie die großen HAMMER-Geräte mit Spannteleskop und ohne Kipphaken.

