Absetzkipper für 18-Tonner
Auf den schweren Zweiachser mit 18 bis 20 Tonnen gehören unsere AK13-Geräte. Das ist das Rückgrat im Containerdienst, und Sie haben hier die Wahl zwischen vier Bauarten: HAMMER, MAXIMUS, KOBRA und dem klassischen Gerät mit Kipphaken.
Kurz gesagt
- Üblich sind Behälter von 5,5 bis 20 Kubikmetern nach DIN 30720, der Schwerpunkt liegt bei 7 und 10 Kubikmetern. Die großen Behälter brauchen das passende Sonderkettengehänge, das klären wir im Angebot.
- Voll geht das bei Sperrmüll, Grünschnitt, Holz und Mischabfall. Bei Bauschutt ist in einem 10-Kubikmeter-Behälter bei rund 5,5 Kubikmetern Schluss, also gut zur Hälfte.
- Das Fahrgestell liegt zwischen 18 und 20 Tonnen, die Hubkraft (Hublast) bei 12 bis 13 Tonnen je nach Gerät. Die Reserve zwischen Hubkraft und Nutzlast ist kein Luxus, sie wird gebraucht, sobald der Behälter tiefer steht.
- Typische Fahrzeuge sind der Mercedes-Benz Arocs 1830 und vergleichbare schwere Zweiachser mit 18 Tonnen.
So läuft ein Auftrag in dieser Klasse.
Bestellung und Tourenplanung
Der Kunde ruft am Vortag an und bestellt leere Behälter, oft gleich mit Abholung der vollen. Ein Fahrer bewegt fünf Behälter in gut 45 Minuten, wenn nichts dazwischenkommt. Was die Tageszahl wirklich bestimmt, ist der Weg zur Anlage.
Stellen, Standzeit, Rückruf
Der Behälter steht beim Kunden, bis er voll ist. Üblich sind je nach Anbieter 7 bis 14 freie Tage, danach läuft ein Tagessatz. Für Ihren Fuhrpark ist Standzeit doppelt teuer: Der Behälter arbeitet nicht, und die Planung hängt am Rückruf des Kunden.
Tausch, auch wenn kein Platz zum Rangieren ist
Beim Tausch ohne Versetzen des Fahrzeugs steht der volle Behälter hinter dem Lkw, der leere auf der Plattform. Der Fahrer hängt die Ketten um, setzt den leeren nach hinten ab und nimmt den vollen auf, gesteuert per Funk. Geübt ist das in unter fünf Minuten erledigt.
Wiegen und Entleeren
Auf der Anlage wird zuerst gewogen, dann gekippt. Der Wiegeschein je Behälter ist die Abrechnungsgrundlage. Wer den Behälter voller macht als geplant, sieht das dort, und genau dafür ist die Hubkraft-Reserve beim Aufnehmen da.
Fahrgestell oder Hubkraft?
Die Tonnen-Angabe dieser Seite meint das zulässige Gesamtgewicht Ihres Fahrgestells, also des Lkw. Die Hubkraft sagt dagegen, wie viel der Aufbau selbst hebt. Auf Fahrgestell 18 bis 20 t passen die Geräte dieser Seite mit einer Hubkraft von 12 bis 13 t.
Der aufgeklappte Kipphaken ist zur Ladungssicherung in der Regel nicht geeignet.
Diese Geräte passen in diese Klasse.

AK13H
HAMMER-Absetzkipper

AK13M
MAXIMUS-Absetzkipper

AK13K
KOBRA-Absetzkipper

AK13SC
Standardabsetzkipper
Sie fahren eines dieser Geräte bereits?
Was bleibt für Behälter und Ladung?
Beispiel: Mercedes-Benz Arocs 1830, Zweiachser mit 18 Tonnen, mit einem AK13H
- Zulässiges Gesamtgewicht
- 18.000 kg
- Fahrgestell leer
- rund 6.500 kg (Richtwert)
- Aufbau AK13H
- 3.100 kg
- Fahrer und Kraftstoff
- rund 200 kg
- Behälter 10 Kubikmeter leer
- 965 kg
- Bleibt für die Ladung
- rund 7,2 t
10 Kubikmeter Bauschutt wiegen rund 13 Tonnen, der Behälter geht also gut zur Hälfte voll. Sperrmüll, Grünschnitt, Holz und Mischabfall passen bis oben. Ein 20-Kubikmeter-Behälter mit Sperrmüll ist auf dieser Klasse rechnerisch ein Grenzfall, bei Nässe geht er nicht mehr. Richtwerte, verbindlich ist die Achslastberechnung.
Richtwerte. Die verbindliche Zahl kommt aus der Achslastberechnung auf Ihr Fahrgestell.
Hubkraft je nach Hebel
| Gerät | Auf ebener Standfläche | Unterflur | Teleskope ausgefahren |
|---|---|---|---|
| AK13H | 12,0 t | 7,7 t (800 mm) | 8,0 t |
Die Hubkraft gilt auf ebener Standfläche. Steht der Behälter tiefer oder sind die Teleskope ausgefahren, sinkt sie.
Im Alltag
Rausgewunken und trotzdem ruhig
Das Bundesamt für Logistik und Mobilität prüft die Ladungssicherung bei Straßenkontrollen. Bei HAMMER, MAXIMUS und KOBRA sitzt der Behälter über die Bauart fest, der Fahrer muss nichts nachzurren. Das Netz über der Ladung bleibt trotzdem seine Sache, es ist keine Ladungssicherung, sondern hält leichte Teile im Behälter.
Tausch, wo kein Platz zum Rangieren ist
Enge Hinterhöfe, Baustellen mit einer einzigen Zufahrt: Wenn das Fahrzeug nicht versetzt werden kann, wird der Tausch zum Geduldsspiel. Mit den Geräten dieser Klasse wechseln Sie vollen gegen leeren Behälter, ohne den Lkw zu bewegen.
Behälter, die nicht mehr neu sind
In einem gewachsenen Behälterpark sind Kipplager verbogen, ausgerissen oder fehlen ganz. Der HAMMER kippt diese Mulden trotzdem, weil er die Kipplager gar nicht nutzt. Nebenbei schont er sie, und Behälterschäden gehen im Mietverhältnis meist zulasten Ihres Kunden.
Warum MEIER-RATIO in dieser Klasse.
Ohne Kipphaken, seit 2005
Der AK13H und der AK13M halten den Behälter über Spannteleskop und Spannkette formschlüssig fest, er kann beim Kippen nicht durchschlagen. Das ist die 100-prozentige Ladungssicherung und die 100-prozentige Kippsicherheit von HAMMER und MAXIMUS. Beim KOBRA AK13K ist die Mulde im Hubwerk fixiert und in alle Richtungen gesichert. Der AK13SC ist das klassische Gerät mit Kipphaken, doppelter Kurvenscheibe und Big-Safe-Sicherheitsschaltung gegen Fehlbedienung.
Die Verantwortung endet nicht beim Fahrer
Bei einem Verstoß gegen die Ladungssicherung haftet nach Paragraf 130 des Ordnungswidrigkeitengesetzes auch der Unternehmer, der die Aufsicht schuldet. Eine Sicherung, die aus der Bauart kommt und nicht aus der Sorgfalt am Feierabend, nimmt genau diesen Punkt aus Ihrer Verantwortungskette.
Hubkraft ist keine feste Zahl
Die 12 Tonnen des AK13H gelten auf ebener Standfläche. Holen Sie den Behälter aus einer Grube oder fahren Sie die Teleskope über ein Hindernis aus, sinkt der Wert deutlich. Genau deshalb liegt die Hubkraft über der Nutzlast Ihres Fahrgestells. Die Tabelle daneben zeigt, wie stark der Hebel wirkt.
Häufige Fragen
Welche Behälter passen auf ein AK13-Gerät?
Behälter von 5,5 bis 20 Kubikmetern nach DIN 30720, im Standard mit dem üblichen Kettengehänge bis 10 Kubikmeter. Die großen Behälter brauchen ein Sonderkettengehänge mit Verkürzerklaue. Alles über 20 Kubikmeter ist kein Absetzcontainer mehr, sondern Abrollkipper-Gebiet nach DIN 30722.
Heben alle vier Geräte gleich viel?
Fast. Die Klasse liegt bei 12 bis 13 Tonnen je nach Gerät, die genaue Zahl steht auf der Karte des jeweiligen Geräts. Wichtiger als die Zahl ist der Hebel: Bei Unterfluraufnahme und ausgefahrenen Teleskopen sinkt die Hubkraft deutlich, beim AK13H von 12 auf rund 8 Tonnen.
Was unterscheidet AK13H, AK13M, AK13K und AK13SC?
Der AK13H ist der HAMMER mit Spannteleskopen. Der AK13M ist der MAXIMUS, er hat zusätzlich schwenkbare Klappteleskope, die den Kippwinkel um rund 45 Grad erweitern und dosiertes Teilentleeren erlauben. Der AK13K ist der KOBRA mit Kettenzügen und Fixierung am Hubwerk, mit bis zu 2.000 Millimetern Unterfluraufnahme und 5.500 Millimetern Reichweite. Der AK13SC ist das klassische Gerät mit Kipphaken in kompakter Bauweise.
Wie lange darf der Container beim Kunden stehen?
Das legt der Containerdienst fest. Üblich sind je nach Anbieter 7 bis 14 freie Tage, danach kommt ein Tagessatz von etwa 3 bis 12 Euro dazu. Manche Anbieter setzen deutlich kürzere Fristen an. Auf öffentlichem Grund kommt die Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde hinzu.
Warum gibt es zwischen 20 und 25 Tonnen kein Gerät?
Weil die Rechnung nicht aufgeht. Ein Aufbau der nächsten Größe wiegt so viel mehr, dass er auf einem Zweiachser die Nutzlast auffrisst. Wer mehr Ladung braucht, braucht die dritte Achse. Das sehen Sie sofort, wenn wir die Achslast für Ihr Fahrgestell durchrechnen.
Ihr Aufbau, Ihre Klasse.
Stellen Sie sich Ihren Absetzkipper selbst zusammen oder schicken Sie uns in zwei Klicks Ihre Mailadresse. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Ihr Fahrgestell.

